Das Gebäude ist gut in Schuss, alle Klassenzimmer ziemlich sauber. In 2 Klassenzimmern treffe ich Baumaterial und überschüssige Schulbänke an, die möchte ich gerne entfernt haben. 4 von den 6 Toiletten sind abgeschlossen, weil es kein Wasser gibt. Letzten Sommer hat es wenig geregnet und war kein Wasser da. Im Moment auch nicht.
Es gibt 2 Wasserbehälter, die das Wasser von den Dächern über die Dachrinnen auffangen. Aber es regnet so wenig, dass die Behälter noch nie voll waren und darum wird wenig Wasser für die Toiletten verwendet. Es gibt keine Handwaschstation, sie haben noch nie eine bekommen. Macht wohl auch wenig Sinn, wenn kein Wasser da ist.
PAUL ist leider kaputt, da er in den Sommerferien ‚trocken' gestanden hat. Er wird sehr gut genutzt hier, und sie wollen auch weiter das gute Trinkwasser haben. Wir haben einen neuen dabei, und könnten die beiden austauschen. Aber was ist mit dem Eigenbeitrag?
Gerade erst ist die Elektrizitätsleitung hierher gelegt worden, jeder will gerne Elektrizität und deswegen hat man im Moment kein Geld für den PAUL. Es würde jede Familie ca. 1 Euro kosten, das ist doch zu verkraften, sollte man denken?! Aber sie haben im Moment auch Kredite für Saatgut etc., die abbezahlt werden müssen... So schwer es mir auch fällt, wir nehmen den PAUL mit und lassen keinen anderen da. Wenn dieser repariert werden kann, dann bekommen sie ihn zurück, wenn nicht, dann können sie einen neuen bekommen, mit Eigenbeitrag! Der Schulleiter findet es auch schade, ist ihm doch aufgefallen, dass die Kinder gesünder waren und die Durchfallerkrankungen weg waren! Also darf er jetzt Überzeugungsarbeit bei den Eltern leisten. Schade, denn hier könnte das gesamte Dorf mit sauberem Trinkwasser aus PAUL versorgt werden! Für PAUL gibt es übrigens Wasser!
Vom Solargeld wurde ein neues kleines Gebäude gebaut, wo Grade 1 unterrichtet wird. Das neue Gebäude ist allerdings noch nicht fertig, der Fußboden ist nur Sand.
Insgesamt sind es in der Schule 51 Kinder in 5 Gruppen.
2x pro Jahr gibt es Wasser aus der Wasserleitung und es gibt einen Dorfbrunnen. Aber die Leute sind relativ arm und haben kein Geld, bzw. andere Prioritäten. Mit ein wenig mehr Engagement der Dorfbewohner könnte es den Schülern besser gehen. Das nächste Mal komme ich noch einmal darauf zurück. ub